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TAL150P - Tuning
Geschrieben von: Frank Köhler   
Freitag, den 28. Dezember 2012 um 00:56 Uhr

Wie schon hier geschrieben, wollte ich den mechanisch und optisch nicht ganz optimalen TAL150P-Teleskoptubus mit einigen Verbesserungen versehen.

Folgende Dinge hatte ich mir vorgenommen:

  • Ersetzen des originalen 2" OAZ
  • Auskleiden des Tubus mit Veloursfolie
  • Aufbringen einer Mittenmarkierung auf den Hauptspiegel
  • ordentliche Justage
  • Anbringen einer Prismenschiene für die Aufnahme an meiner EQ6 oder CAM

 


Dazu habe ich in einigen schweißtreibenden Stunden dann Hand angelegt am TAL. Das war meine erste größere Umbauaktion. Der nächste Umbau wird wohl die Optimierung des C8 sein, obwohl ich damit soweit zufrieden bin.

 

 

Naja zurück zum TAL-Tuning. Einige wenige Dinnge musste ich vorab noch besorgen. Das waren eine OAZ-Basis, Velourfolie und Fusselrolle, Schultafellack, ein paar M5-Schrauben, M5-Muttern und Unterlegscheiben. Werkzeug war ja vorhanden. Einen Auszug hatte ich ja noch (den wollte ich eigentlich verkaufen). Eine Prismenschiene hatte ich noch und ein Justierlaser war auch da.

Damit auch nichts an den optischen Komponenten kaputtgehen kann und als Vorbereitung für die Auskleidung des Tubus habe ich das Teleskop vollständig zerlegt. Alle optischen Komponenten wurden ordentlich staubgeschützt gelagert. Beim Auseinanderbauen fielen mir die soliden Hauptspiegel- und Fangspiegelfassungen auf. Kein Vergleich zu den billigen Fassungen chinesischer Newton-Teleskope. Das sollte sich beim späteren Justiervorgang als vorteilhaft erweisen.

 

Als erstes habe ich die Prismenschiene adaptiert. Zum TAL war keine mitgeliefert worden und die original Prismenaufnahme an den Rohrschellen war nicht zu gebrauchen. Deshalb habe ich selbige entfernt, ein paar Löcher in die Rohrschellen gebohrt und die Prismenschiene angeschraubt. Das war noch relativ einfach.

 

Als zweites habe ich mir den 2" OAZ mit 1:10 Untersetzung vorgenommen. Dummerweise passte dessen Basis überhaupt nicht auf den TAL-Tubus. Also musste ich hier doch einige Veränderungen am OAZ und der neuen Basis vornehmen (Bilder 4 und 5 unten). Da der OAZ einen Durchmesser an der Basis von 79,5mm und die neue Basis selbst nur 78mm Durchmesser hatten, musste ich wohl oder übel zur Feile greifen. Das war kein Problem, hatte ich doch in meiner Schulzeit ordentlichen Werkunterricht, wo einem so etwas beigebracht wurde. Gesagt - getan. Nur nahm dieses Feilen von Basis und OAZ doch mehr Zeit in Anspruch, als ich geplant hatte. Aber es sollte ja allles genau passen. Nach knapp 1,5 Stunden war dieser Teilschritt erledigt. Jetzt mussten nur noch die Bohrungen für die neue Basis in den Tubus gebracht werden. Das ging dann aber relativ fix.


Jetzt kam der dritte Schritt - das Auskleiden des Tubus mit samtschwarzer Veloursfolie.

Ich hatte mir im Vorfeld zwei Rollen selbstklebende samtschwarze Veloursfolie (je 1m x 0,45m) und eine Fusselrolle besorgt. Die Folie habe ich dann in kleinere Abschnitte zerteilt und diese dann vorsichtig in den Tubus eingeklebt. Das ging nicht ganz so einfach, wie ich es mir vorgestellt hatte - es sollte ja auch blasenfrei bleiben. Nach gut einer Stunde war auch dieses erledigt. Danach habe ich mit der Fusselrolle die Folie noch etwas gesäubert und konnte dann an das Zusammenbauen der einzelnen Komponenten gehen. Mit dem Schultafellack hatte ich alle Schrauben und das in den Tubus ragende OAZ-Rohr geschwärzt. Es sollten ja die Reflexionen im Tubus auf ein Minimum herabgesetzt werden. Und das hat auch gut geklappt, wie die Bilder unten zeigen.


Als nächsten Schritt vor dem Zusammenbau habe ich noch eine Mittenmarkierung auf den Hauptspiegel aufgebracht, für die spätere Justage. Dazu habe ich einfach ein Blatt Papier mit dem Durchmesser des Hauptspiegels auf selbigen gelegt und die Mitte markiert. Das war zwar einfach, aber man muss schon aufpassen, dass man den Spiegel nicht beschädigt.

Nach dem Zusammenbau musste ich nur noch alles ordentlich justieren und nach insgesamt ca. 5h war ich erst einmal mit dem Ergebnis meiner Arbeit zufrieden. Nun fehlt nur noch der Test am Himmel.

 

Und hier der Tubuseinblick von oben vor dem Einbau der optischen Komponenten:


 

Hier nun noch ein erster Test am Himmel nach dem Umbau - das geht doch schon:

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 25. Mai 2021 um 22:13 Uhr
 

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